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Aktuelles

Im Jahr 2019 finden keine öffentlichen Führungen ("Friedrichsfelder Friedhofsspaziergänge") mehr statt. Wenn die Termine für das Jahr 2020 feststehen, werden sie unten auf dieser Seite aufgeführt.

 

Am Standort des einstigen Revolutionsdenkmals von Ludwig Mies van der Rohe im hinteren Teil des Friedhofs befindet sich noch das große Transparent mit der Frontansicht des Denkmals. Die drei Reihen mit symbolischen Grabsteinen für Tote der Januarkämpfe 1919 in der originalen Abfolge bleiben vorerst erhalten, ebenso bleiben die Informationstafeln zum Denkmal am Ort. Darüber hinaus kann man beim Infopunkt neben der Dauerausstellung im Eingangsbereich sowie beim Pförtner an der Zufahrt Faltblätter zum Revolutionsdenkmal in deutscher und englischer Sprache erhalten.

 

Wie schon in den letzten Jahren so auch dieses Jahr: die Berliner VVN-BdA lädt wieder ein zu ihrer Herbstkampagne 2019 auf dem Zentralfriedhof Friedrichfelde. Gepflegt wird die Gräberanlage für die Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes. Am 19. Oktober geht es los, weitere Arbeitseinsätze finden dann statt am 26. Oktober, 2. November und 9. November, jeweils von 13 - 16 Uhr (Treffpunkt: VdN-Gräberanlage). Das Laub muss aus der Anlage entfernt, Unkraut beseitigt und Grabsteine müssen gereinigt werden.

Jede/r, der/die Lust hat, kann mitmachen, Helferinnen und Helfer sind
jederzeit willkommen.
Es ist eine schöne Gelegenheit in frischer Luft einander kennen zu lernen, und der Erfolg der Arbeit ist sofort zu sehen. Wer hat, sollte auch eigene Arbeitsmittel mitbringen (Eimer, Bürste, Handschuhe, Garten-/Astschere).

 

Das Revolutionsdenkmal von Ludwig Mies van der Rohe als temporäre Installation
Am 13. Juni 1926 wurde auf dem Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde das Revolutionsdenkmal enthüllt. Die KPD widmete es den dort bestatteten Opfern der Januarkämpfe von 1919, darunter Rosa-Luxemburg und Karl Liebknecht. Schöpfer des Monuments war kein Geringerer als Ludwig Mies van der Rohe, der spätere Direktor des Bauhauses. Ihm war eine bis dahin beispiellose Denkmalarchitektur gelungen, die sich bis heute in das internationale kulturelle Gedächtnis eingegraben hat. Das NS-Regime schleifte das Denkmal 1935.
Der Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V. nimmt den Tag der Enthüllung zum Anlass, um im 100. Jahr der Gründung des Bauhauses mit einer temporären Installation die Frontansicht dieser Ikone der Moderne am authentischen Ort wieder erstehen zu lassen. In den zurückliegenden Monaten wurden auch die Lage der Gräber in den vorderen drei Reihen und die Namen der einst dort Bestatteten rekonstruiert. Eine Ausstellung vor Ort informiert über die Entstehungsgeschichte. Besucher können so einen Eindruck von der Situation in den Jahren 1926 bis zur Zerstörung 1935 gewinnen.
Die temporäre Installation des Revolutionsdenkmals wurde am 13. Juni 2019 durch Bezirksbürgermeister Michael Grunst auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde der Öffentlichkeit übergeben.
Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert und vom Bezirksamt Lichtenberg unterstützt.
Zwei Fotos des hinter den Grabtafeln aufgestellten großformatigen Banners finden Sie unter dem Menupunkt Impressionen.

 

Am 12. April 2019 wurde aus Anlass des 100. Jahrestages der Gründung des Bauhauses und zur Würdigung Ludwig Mies van der Rohes am Standort des ehemaligen Revolutionsdenkmals im hinteren Teil des Zentralfriedhofs eine dauerhafte Open-Air-Ausstellung eröffnet. Die vier Tafeln der Ausstellung erinnern an die dort 1919 begrabenen Opfer der Januarereignisse (sog. Spartakusaufstand) und informieren über die Geschichte des Denkmals. Das in seiner Formensprache einzigartige Denkmal wurde 1935 von den Nazis abgerissen, die Gräber wurden eingeebnet.

Zur Eröffnung sprachen Bezirksbürgermeister Michael Grunst, der Vorsitzende des Förderkreises Holger Hübner und der Historiker Prof. Dr. Jürgen Hofmann.
Zwei Fotos finden Sie unter dem Menupunkt Impressionen.

 

 

Der Förderkreis hat in einer temporären Installation auf der Grundlage existierender Unterlagen am historischen Ort die drei Grabreihen vor dem einstigen Revolutionsdenkmal mit insgesamt 38 Namenstafeln wieder herrichten lassen. Die Einweihung und Übergabe an die Öffentlichkeit fand in einer Feierstunde im Beisein von Bezirksbürgermeister Grunst am 25. Januar 2019, dem 100. Jahrestag der Beisetzung von 32 Opfern der Januarkämpfe 1919 in Berlin statt. Unter den Beigesetzten waren Karl Liebknecht, sieben erschossene Parlamentäre aus dem besetzten "Vorwärts"-Verlagsgebäude sowie ein leerer Sarg für Rosa Luxemburg.
Zwei Fotos von den Grabtafeln vom 25.1.2019 und zwei weitere vom 22.4.2019 finden Sie unter dem Menupunkt Impressionen.

 

 

Am 16. Januar 2019 haben der Parteivorstand der SPD und der Paul-Singer-Verein am Grabdenkmal von Paul Singer zu seinem 175. Geburtstag Angebinde niedergelegt.

 

Bereits zum 15. Mal hat der Förderkreis für das Jahr 2019 ein Verzeichnis mit "runden" Gedenktagen (insbesondere Geburts- und Todestage von auf dem Friedhof Beigesetzten) eingestellt. Die Verzeichnisse sind geordnet a) nach Jahren (darin die Namensangaben in alphabetischer Folge) und b) nach Monaten (Januar bis Dezember). Einzelne Personen und Daten - auch aus vergangenen Jahren - können Sie über den Menupunkt Suche mit Eingabe eines Namens oder Datums finden. Die Gedenktagezusammenstellungen für die Jahre 2005 bis 2018 finden Sie im Menupunkt Archiv.

Seit 2017 werden dank der Arbeit der Projektgruppe auch Angaben zu Personen eingestellt, die nicht in Friedrichsfelde beigesetzt, die aber auf der großen Gedenktafel am rechten Rand der Ringmauer der Gedenkstätte der Sozialisten genannt sind.

 

Am 3. November unterstützte die Berliner VVN-BdA von 11 - 16 Uhr die Tulpenzwiebel-Steck-Aktion der Modrow-Stiftung in der VdN-Anlage.

 

Am 6. November 2017 wurde die erneuerte Toranlage des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde eingeweiht. In der Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg vom 16.10.2017 hieß es hierzu u.a.:

„Für die Restaurierungsarbeiten wurden rund 230.000 Euro eingesetzt, von denen 70.000 Euro vom Denkmalschutz-Sonderprogramm VI des Bundes, 80.000 Euro vom Landesdenkmalamt sowie weitere 80.000 Euro aus dem Bezirkshaushalt beigesteuert wurden. Damit liegen die finalen Kosten höher als ursprünglich mit 144.500 Euro veranschlagt, weshalb das Landesdenkmalamt und das Bezirksamt ihren Anteil jeweils verdoppelten.

Besonderer Dank gilt hier dem Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V., welcher sich gegenüber dem Landesdenkmalamt sehr für den Erhalt der Toranlage eingesetzt hat und den Weg für eine Förderung eröffnete.“

Ansprache zur Einweihung der Toranlage und zu deren Geschichte.

 

Am 1. Juni 2017 wurde in Berlin als künftiges Informationsnetzwerk mit (zunächst) 34 teilnehmenden Organisationen / Institutionen aus ganz Deutschland die AG Orte der Demokratiegeschichte gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört der Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde.

 

Der Förderkreis hatte im Herbst 2015 mit Genehmigung der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde einen Steinmetz mit der Neuauslegung von verwitternden goldenen Inschriften (Namen und Lebensdaten) auf 49 Urnentafeln in der Gedenkstätte der Sozialisten beauftragt. Die Arbeiten wurden Ende Oktober 2015 abgeschlossen.  Im Juli 2016 wurden weitere Aufträge zur Pflege etlicher Grabmale erteilt. In der Gedenkstätte wurden bei acht alten Grabsteinen die Inschriften erneuert, ein Grabstein wurde neu in der Ringmauer verfugt und die Bodenplatte für Julia Liebknecht gereinigt. In der Gräberanlage Pergolenweg wurden die Inschriften auf 34 Steinen neu ausgelegt. Zwei Steine wurden aufgerichtet bzw. neu befestigt.

Die Inschrift auf dem Grabstein für den von bis heute Unbekannten ermordeten Volkspolizisten Helmut Just wurde in der ursprünglichen Farbe Anthrazitgrau neu ausgelegt.

Ebenso wurde die Inschrift auf dem Grabstein für den Astronomen Friedrich Simon Archenhold und seine Angehörigen neu vergoldet.

Im Spätsommer 2017 wurden im Auftrag des Förderkreises auf 42 Grabsteinen in der Gräberanlage Pergolenweg die verwitternden Inschriften neu ausgelegt.

Im Herbst 2018 wurden in der Gräberanlage Pergolenweg die Inschriften auf 29 Grabsteinen neu ausgelegt und ein Stein neu befestigt. Außerdem wurde die Inschrift auf der Urnenplatte von Friedrich Wolf in der Ringmauer der Gedenkstätte neu vergoldet.

 

Die Faltblätter mit Informationen zum Friedhof und dem eingetragenen Rundweg sind im Herbst 2016 in deutscher und englischer Sprache neu aufgelegt worden.

 

Seit Juli 2009 konnte in Kooperation mit dem Lichtenberger Kulturverein e.V. und mit Unterstützung des Bezirksamts Lichtenberg wie des Jobcenters eine täglich – auch am Wochenende (mit Ausnahme der Winterperiode) – besetzte Informationsstelle in der ehemaligen Polizeiloge im Eingangsbereich zur „Gedenkstätte der Sozialisten“ eingerichtet werden. Diese Maßnahme wurde zum Jahresende 2011 beendet. Die Bemühungen des Förderkreises um eine Wiederbelebung des Projekts waren erfolgreich. So standen die Mitarbeiter/innen der Projektgruppe Besuchern und für Forschungsaufgaben von April bis Ende November 2013 wieder zur Verfügung. Wir bemühten uns um eine neue Projektgruppe, die seit Frühjahr 2014 in Kooperation mit der gsub präsent war und für Besucher und Forschungsaufgaben bis zum Jahresende zur Verfügung stand.
Im Frühjahr 2015 konnte unter der Trägerschaft der Umwelt-Control-GmbH die Tätigkeit einer neuen Projektgruppe mit gleicher Zielrichtung aufgenommen werden.

 

Am 3. November 2014 wurde die Internetpräsentation www.wo-sie-ruhen.de freigeschaltet, die auch eine kostenlos angebotene Friedhofs-App als audio-visuelles Leitsystem beinhaltet. Unter den deutschlandweit aufgeführten 37 bedeutsamen historischen Friedhöfen befindet sich auch der Zentralfriedhof Friedrichsfelde mit zunächst 25 Gräbern bzw. Grabanlagen. Die Website/Friedhofs-App ist ausbaufähig und soll erweitert werden.

 

Das Mitglied des Förderkreises VVN-BdA Berlin schickte nachstehenden Bericht über eine internationale Aktion im Spätsommer 2016:

„Vom 22.8. - 2.9.2016 fand in Berlin das 1. Internationale Jugend-Workcamp 80 Jahre Bildung der Internationalen Brigaden – Spanischer Krieg 1936-1939“ statt, das von der Vereinigung junger Freiwilliger (VjF e.V.) in Kooperation mit dem Verein ‚Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V.‘ (KFSR) organisiert worden war. In der ‚antifa - Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik und Kultur‘ (Ausgabe September/Oktober 2016) ist zu lesen, dass die zwölf Jugendlichen aus Frankreich, Italien, Pakistan, Polen, Russland, Spanien, Slowenien, Tschechien und der Ukraine durch ihre freiwillige Arbeit an Gräbern von Antifaschisten auf dem Friedhof Friedrichsfelde an die Thematik des Kampfes um die Verteidigung der Spanischen Republik herangeführt wurden: ‚So berichtete Eva aus Slowenien, dass sie sich, als sie die Zusage zur Teilnahme erhielt, in Geschichtsbüchern kundig machte. Dabei entdeckte sie auch in ihrer Heimstadt ein Denkmal und Straßennamen von slowenischen Interbrigadisten. »Leider«, so Eva, »hatte ich davon bisher nichts gewusst.« Mit kriminalistischem Eifer glichen die Camp-Teilnehmer die Friedhofsangaben zu den VVN-Grabfeldern mit dem 2015 erschienenen Lexikon der deutschen Spanienkämpfer ab. Damit komplettierten sie die bisher noch lückenhafte Dokumentation über die letzten Ruhestätten der Spanienkämpfer in Berlin. Diesem Ziel diente auch die Wiederherstellung der Lesbarkeit der Steininschriften. Jeder Freiwillige wird am Ende mindestens von einem, »seinem« restaurierten Stein wissen, welcher Mensch sich hinter dem Namen verbirgt. Die zehntägigen Arbeiten markierten den Beginn der Umsetzung des gemeinsamen Aufrufes von VVN-BdA und KFSR zur Ehrung der Freiwilligen, die der bedrängten Republik unter Einsatz ihres Lebens zur Hilfe eilten. Für Tanit aus Spanien, Campleiterin, sind die Arbeiten Anregung gewesen, ihre Mutter in Spanien anzurufen, um mehr über die Gründe der 14jährigen Haft des Großvaters zu erfahren. Er war republikanischer Soldat und kämpfte gegen Franco. Alle Beteiligten waren einig: Diese Arbeit muss 2017 fortgeführt werden.“

Der Förderkreis unterstützte die Arbeiten.

 

Weitere Veranstaltungen:

 

Während des "Stillen Gedenkens" am 13. Januar 2019 wurden vom Förderkreis für seine weitere Arbeit in und an der Gedenkstätte der Sozialisten und auf dem Friedhof 856,12 EURO (im Vorjahr 878,40 EURO) gesammelt. Wir danken allen, die mit ihrer Spende auch weiterhin notwendige Arbeiten an der Anlage ermöglichen. Spenden für die Arbeit des Fördervereins können auf das Konto des "Förderkreis Erinnerungsstätte der deutschen Arbeiterbewegung Berlin-Friedrichsfelde e.V." bei der Postbank Berlin IBAN DE02 1001 0010 0647 8541 07   BIC PBNKDEFF eingezahlt werden. Wenn eine Quittung gewünscht wird, vermerken Sie bitte das Wort "Spende" auf der Überweisung.

 

Informationen über weitere vergangene Termine finden Sie unter dem Menupunkt Archiv.

 

Hingewiesen sei auf die 2006 erschienene Broschüre von Prof. Dr. Jürgen Hofmann "Zentralfriedhof Friedrichsfelde Berlin" (Fotos von Florian Bolk), 24 Seiten, Stadtwandel Verlag, Die Neuen Architekturführer Nr. 91, ISBN 3-93712373-3. Zu erhalten ist die Broschüre für 2,50 EURO über den Buchhandel.

 

Zur Verfügung steht auch ein kostenloses Faltblatt des Förderkreises zum Friedhof mit dem Rundweg (in deutscher und englischer Sprache). Den auf dem Friedhof über das Wegeleitsystem ausgeschilderten Rundweg können Sie sich unter dem Menupunkt Rundgang als pdf-Datei aufrufen und ausdrucken.

 

Alle Seiten dieses Internetauftritts haben eine Druckversion. So sind auch alle Tafeln der Ausstellung ausdruckbar.

 

Keine weiteren öffentlichen Führungen ("Friedrichsfelder Friedhofsspaziergänge") mehr im Jahr 2019.

 


Kostenbeitrag (soweit nichts anderes angegeben): 4 EURO, ermäßigt 2 EURO (Berlin-Pass, Schüler, Studenten), Kinder bis 14 Jahre frei.

Treffpunkt: Eingang zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Gudrunstraße 20

Änderungen vorbehalten!

 

Fahrverbindungen zum Friedhof:
Bus 256 ab Siegfriedstraße / Frankfurter Allee (Westausgang des U-Bahnhofs Lichtenberg) im 20-Minuten-Takt; jetzt auch sonnabends (1. Bus 8:59 Uhr) und sonntags (1. Bus 9:59 Uhr)!
Straßenbahnlinie (Tram) 21 Haltestelle Guntherstraße [Fanningerstraße/Gernotstraße]), anschließend Fußweg (knapp 10 Minuten).
S-, U- und Regionalbahn Bahnhof Lichtenberg (ca. 15 Minuten Fußweg)

 

Übrigens: Am 21. Mai 2019 wird der Zentralfriedhof Friedrichsfelde 138 Jahre alt.



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